Herz und Feuer für Ihre Rede

In dieser Rubrik zeigen und erklären wir Ihnen die wichtigsten Rhetorik-Tipps und -Tricks. Wir starten die Serie mit der sogenannten Emphase.

„In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“, wusste schon der Kirchenlehrer Augustinus im 5. Jahrhundert. Damit Ihre Rede die Wirkung nicht verfehlt, muss sie Herz und Feuer enthalten. Denn bedenken Sie immer, Sie reden nicht nur über eine Sache, sondern vor allem zu Menschen.
Durch das rhetorische Mittel der Emphase kann Ihnen das gelingen. In der Rhetorik wird die Emphase mehrheitlich für Verdeutlichungen oder Betonungen verwendet. Deshalb muss sie auch an der richtigen Stelle und mit entsprechender Betonung eingesetzt werden. Am besten am Schluss Ihrer Rede und mit möglichst viel Pathos und Gefühl.

Emphase, ἐμφαίνω (emphaínō) – „zeigen“; „an den Tag legen“; „anschaulich/deutlich/offensichtlich machen“

Das berühmteste Beispiel für eine Emphase stammt aus der Rede des US-Präsidenten John F. Kennedy vom 26. Juni 1963, die er in Berlin gehalten hat:

„Two thousand years ago the proudest boast was „civis Romanus sum.“ Today, in the world of freedom, the proudest boast is ‚Ich bin ein Berliner.’ (…) All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‚Ich – bin – ein – Berliner’.“

Nicht nur die Berliner waren von Kennedys Rede berührt, sondern die gesamte westliche Welt. Kennedys eindrückliche Worte gingen in die Köpfe der Menschen und in die Geschichtsbücher ein.

 

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